App Entwicklung für das Surface Hub – Wo liegen die Herausforderungen

Viele Apps laufen dank dem Universal Windows App Ansatz von Microsoft auf Phone, Tablet, Desktop, XBOX, HoloLens oder dem Surface Hub. Das User Interface ist jeweils für die Gerätegrösse und Geräteklasse adaptiert.

Die Herausforderung bei der Entwicklung von Universal Apps liegt darin, auf jedem Endgerät das optimale Nutzererlebnis zu kreieren und die unterschiedlichen Funktionen dieser Geräte nahtlos in die Apps einzubinden.

Das Ziel eines Universal Apps ist es dem User, abhängig vom verwendeten Gerät, eine möglichst natürliche und persönliche Erfahrung im Umgang mit der Technologie zu ermöglichen.

Stellen Sie sich vor, sie haben in einer Phone App einen Button der 0.5 cm hoch ist. Wird die Phone App im Tablet-Mode ausgeführt, ist der Button adaptiert und ca. 2cm hoch. Dies ist soweit ok, da bei Phone und Tablet der User immer etwa den gleichen Abstand vom Gerät hat. Nutzt man nun die selbe App auf dem Surface Hub, ist der Button nochmals einiges grösser und hat etwa eine Höhe von 10-15 cm. Inwiefern dies sinnvoll für die Bedienung und für die Benutzerfreundlichkeit der App ist, hängt vom Use Case ab. Sitzt man in 3 Meter Entfernung zum Surface Hub, erscheint einem der Button als ausreichend gross und eine Beschriftung kann ebenfalls gut gelesen werden. Steht man aber direkt vor dem Surface Hub ist der Button wahrscheinlich zu gross und nicht für die Nutzeranforderungen optimiert.

Das Surface Hub bietet ganz neue Möglichkeiten Business Prozesse zu digitalisieren.

Neben der Herausforderung ein möglichst persönliches und natürliches Nutzererlebnis zu schaffen, bietet das Surface Hub die Möglichkeit, dass mehrere Personen an der gleichen App kollaborieren können. Apps, die für eine «Single-User» Verwendung für Phone und Tablet entwickelt wurden, sind nicht direkt für eine Mulit-User Erfahrung, wie sie das Surface Hub bietet optimiert.

Die Verwendung von Applikationen im Team bedingen, dass die Bedienung einfach und intuitiv ist und für niemanden eine Schwierigkeit darstellen. Hier kommen Konzepte wie «Natural User Interface» oder «More Personal Cumputing» zum Zuge, welche bei der Entwicklung von Apps für grossflächige Multitouchscreens berücksichtigt werden sollten.

Wie gut sich ein Surface Hub in den Business Alltag einfügt, hängt auch davon ab, welche Daten darauf präsentiert und welche Art von Dateien gemeinsam bearbeitet werden können. Hier gilt es Schnittstellen mit den bestehenden CRM oder ERP Lösungen zu schaffen, um Daten direkt auf dem Hub anzuzeigen. Beeindruckend ist, was bereits heute mit Power BI gemacht werden kann, und wie einfach es ist, Daten von verschiedensten Quellen zu aggregieren.

Touch to the Future

Michael